Self-fashioning

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Die Selbstinszenierung beherrscht jeder Blogger auf seine eigene Art und Weise und auch wenn wir uns selbst als natürlich darstellen inszenieren wir uns für das Internet immer wieder neu.

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Wieso freu ich mir morgens einen Keks, dass meine, um drei Uhr, upgeloadeten Instagram Posts schon soviele Likes haben und die Kommentare erst. Mein Frühstück kann ich davon nicht bezahlen, die schönen Klamotten von den Bildern erst recht nicht und außerdem – Warum zum Teufel wache ich um drei Uhr morgens auf und lade Bilder hoch !?

Normale Menschen schlafen, aber nein ich hashtagge #sleepisfortheweak und wunder mich über diese wundervollen Augenringe. Egal, Filter drauf und hochgeladen!

Um ehrlich zu sein kam es mir in dem Moment gut vor. Es war ein kleiner Drang… Schließlich habe ich schon seit zwei Tagen nichts mehr gepostet gehabt und in dieser Zeit hab ich Follower verloren. Wenn ich jetzt so darüber nachdenke, dann lese ich die ganzen Posts über Selbstinszenierung aus einem ganz anderen Blickwinkel. Die Mode ist so wandelbar und erfindet sich jeden Tag neu und wenn wir dazu gehören wollen, dann müssen wir das auch.

Wie oft wechsel ich meinen Style? Von Tag zu Tag – Ich will interessant bleiben und natürlich. Die Aufmerksamkeit! Nein, ich behaupte nicht dass ich einer dieser Like geilen Huren bin, keineswegs, doch ich gebe zu, dass ich mich über jedes Herzchen freue. Die Leute sehen mich und sie sehen meine Bilder. Sie nehmen sich die Zeit es doppelt anzuklicken und schreiben Kommentare und so blöd das auch klingen mag – Wir leben fast schon davon.

Wer von euch wünscht sich nicht, dass er das Bild, das bis jetzt keine Likes hat, niemals hochgeladen hätte, oder habt ihr es etwa schon gelöscht?

Der beste Kommentar zu meiner Freude über die Likes und Kommentare kam von meiner Freundin: „Hier hast nen Keks!“. Das ist auch irgendwie das einzige, dass ich dafür bekomme. Ganz viele virtuelle Kekse. Mal sehen welcher Laden diese als Bezahlung annimmt.

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Pulli – H&M

TShirt – Esprit

Hose – Monki

Schuhe – H&M

Kette – Pull and Bear

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2 Gedanken zu “Self-fashioning

  1. hmm toller text, war interessant zu lesen 🙂 du hast da in einigen punkten recht.. wieso machen wir blogger das alles bloß… da wird jeder wohl seine eigenen punkte dafür haben…

    tolles outfit übrigens, die kette vor allem 😉 (hab mal bei Pull&Bear gearbeitet!)

    LG Alice

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  2. Huhu! 🙂

    Als erstes ist mir der mega tolle Pullover aufgefallen und dann musste ich glatt den Text lesen und war gefesselt. Vielleicht darf man das gar nicht so dolle hiterfragen. Jeder sucht ja Bestätigung im Leben und durch das ganze Internetzeugs wird das neu ausgelegt und gelebt. Das ist einem, weil das so schnell geht, glaube ich manchmal befremdlich, aber an sich vom Grundprinzip normal.
    Dieses ganze Umherposten würde ich auch nur unter Hobby verbuchen. Es macht einen glücklich, ohne einem noch dazu täglich was zu essen zu bieten. Für so ein Hobby völlig legitim. 🙂

    Viele liebe Grüße
    Janett

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